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Equal Nude Noir, seit 2025

Equal Nude Noir ist eine fortlaufende fotografische Praxis von Jennifer Adler, die Körper, Präsenz und kollektive Erfahrung in bewusst gerahmten Räumen untersucht. Ausgehend von früheren Arbeiten zu Blick, Kontrolle und Zuschreibung verlagerte sich der Fokus vom Bild als Darstellung hin zum fotografischen Prozess als Beziehung. Zeit, Einverständnis und Präsenz stehen im Zentrum der Arbeit. Equal Nude Noir arbeitet mit reduzierter Bildsprache und seriellen Strukturen und versteht den Akt nicht als Aussage, sondern als Zustand. Die Praxis richtet sich insbesondere an FLINTA und bildet den gegenwärtigen Kern von Jennifers künstlerischer Arbeit.

(N)AKT, 2022

(N) AKT ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler und markiert eine bewusste Verschiebung innerhalb des Projekts THE EQUAL NUDE. Die Körper treten expliziter, lauter und konfrontativer in Erscheinung und integrieren Spiel, Lust und Widerstand als Teil gleichberechtigter Präsenz. Die Arbeit macht die Ambivalenz nicht-sexualisierter Darstellung sichtbar und verhandelt Gleichheit als fortlaufenden Aushandlungsprozess zwischen Intimität und Öffentlichkeit. (N) AKT bildet eine zentrale Übergangsphase und bereitet den konzeptuellen Boden für Equal Nude Noir.

Ausgewählte Arbeiten aus der Serie wurden in Ausstellungen gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

The Equal Nude,  2019

THE EQUAL NUDE ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler, die den Akt als Beziehung und gemeinsame Erfahrung versteht. Aus einer kritischen Auseinandersetzung mit dem sexualisierten Blick entwickelt die Arbeit einen relationalen Ansatz, in dem Fotografin und fotografierte Person den Raum und die Verletzlichkeit des Nacktseins teilen. Durch diese körperliche Gleichzeitigkeit verschieben sich Machtverhältnisse und Rollen vor und hinter der Kamera. Die Serie markiert einen zentralen Wendepunkt in Jennifers Praxis und bildet die konzeptuelle Grundlage für spätere Arbeiten zu Körpernormen, Selbstwahrnehmung und kollektiver Präsenz. 

Ausgewählte Arbeiten aus der Serie wurden in Ausstellungen gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

Lovers,  2019

LOVERS von Jennifer Adler untersucht Intimität und Beziehung jenseits normativer Bild- und Körperlogiken. Ausgehend von einer formalen Reminiszenz an René Magrittes Die Liebenden verschiebt die Arbeit den Fokus von Identifizierbarkeit und Zuschreibung hin zu relationaler Präsenz.

Marginalisierte Körper erscheinen nicht als Abweichung, sondern als selbstverständlicher Teil gleichberechtigter Nähe. Die Arbeit versteht Intimität nicht als Darstellung, sondern als Zustand geteilter Präsenz und widersetzt sich westlichen Normvorstellungen von Schönheit.

Kuratorisch bildet das Werk eine Übergangsposition innerhalb von Jennifers Praxis und verbindet frühe Auseinandersetzungen mit Blick und Sichtbarkeit mit späteren prozess- und beziehungsorientierten Arbeiten.

Es wurde als Gewinnerarbeit eines Photocontests ausgezeichnet und in physischen sowie digitalen Ausstellungskontexten gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

Female Gaze, 2019

FEMALE GAZE ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler über Blickverhältnisse, Selbstermächtigung und körperliche Sichtbarkeit jenseits patriarchaler Bildtraditionen. Die Arbeit verschiebt den Fokus vom betrachtenden Außenblick hin zu einer verkörperten Perspektive, in der Körper nicht Objekt, sondern Subjekt ihrer Darstellung sind. Nähe, Fragmentierung und Präsenz werden genutzt, um normative Sehgewohnheiten zu irritieren. Die Serie bildet eine zentrale Verbindung zwischen frühen Arbeiten zu Kontrolle und Disziplin und späteren Projekten, die kollektive Präsenz und Selbstbestimmung in den Vordergrund stellen.

Ausgewählte Arbeiten aus der Serie wurden in Ausstellungen gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

CENSORSHIP 2018

CENSORSHIP ist eine fotografische Arbeit von Jennifer Adler über die Zensur weiblich gelesener Körper im digitalen Raum. Ausgangspunkt sind die Community-Richtlinien sozialer Medien, die fotografische Darstellungen weiblicher Körper stärker einschränken als männliche. Die Arbeit macht sichtbar, wie algorithmische Entscheidungen Körper fragmentieren, verdecken und normieren. CENSORSHIP versteht sich als systemkritische Erweiterung von Jennifers fortlaufender Auseinandersetzung mit Körpernormen, Kontrolle und Sichtbarkeit innerhalb einer feministischen Bildpraxis.

Die Arbeit wurde in physischen und digitalen Ausstellungskontexten gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

Cycle/Blood, 2018

CYCLE / BLOOD ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler zur Enttabuisierung von Menstruation und zyklischer Körperlichkeit. In ruhigen, reduzierten Bildern wird Menstruationsblut sichtbar, ohne dramatisiert oder ästhetisiert zu werden. Körper, Blut und alltägliche Gesten erscheinen gleichwertig nebeneinander. Die Arbeit knüpft an Jennifers fortlaufende Beschäftigung mit Intimität, Körpernormen und Selbstwahrnehmung an und versteht Menstruation nicht als Ausnahme, sondern als selbstverständlichen Teil körperlicher Präsenz innerhalb einer feministischen Bildpraxis. 

Ausgewählte Arbeiten aus der Serie wurden in physischen und digitalen Ausstellungskontexten gezeigt (siehe Vita & Ausstellungen).

Mistress of Puppets, 2018

MISTRESS OF PUPPETS ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler über Kontrolle, Zuschreibung und die Fremdformung von Körpern. Skulpturale Prothesen und Hilfskonstruktionen erweitern, fixieren oder fragmentieren den Körper und verschieben seine Handlungsmacht. Die Fotografien zeigen Situationen kontrollierter Bewegung, in denen Identität und Verantwortung anonymisiert werden. Die Arbeit markiert einen frühen Ausgangspunkt in Jennifers Auseinandersetzung mit Körpernormen, Disziplin und Machtverhältnissen und bildet ein konzeptuelles Fundament für ihre späteren Serien.

Beauty / Cruelty, 2017

Beauty / Cruelty ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler über Schönheit als Praxis von Kontrolle, Disziplin und Selbstbeobachtung. In streng komponierten, spiegelnden Porträts werden Körper nicht idealisiert, sondern als Träger ästhetischer Normen sichtbar gemacht. Maskierungen, Reduktion und Wiederholung verweisen auf Rituale der Optimierung und auf den inneren Blick, der sich im Körper einschreibt. Die Arbeit bewegt sich bewusst zwischen Anziehung und Irritation und verortet sich an der Schnittstelle von zeitgenössischer Aktfotografie, feministischer Bildpraxis und konzeptueller Porträtarbeit.

Hiddenpart, 2017

Hiddenpart ist eine fotografische Serie von Jennifer Adler über Körperwahrnehmung, Nähe und relationale Präsenz. Paare agierten zunächst getrennt und nackt vor der Kamera – ohne Anweisungen, ohne Pose, mit Fokus auf das eigene Spüren. Erst im Nachgang wurden die Bilder einander zugeordnet und in Beziehung gesetzt. Die entstehenden Bildpaare basieren nicht auf Ähnlichkeit, sondern auf Resonanz. Am Ende jeder Session traten die Paare gemeinsam vor die Kamera und verschoben den Fokus vom individuellen Erleben hin zu geteilter Präsenz.

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